Brompton E-Bike M6L – Im Test

Unser Kollege Achim fährt normalerweise mit seinem „normalen“ Brompton Bike zur Arbeit. Für euch hat er jetzt 14 Tage lang das E-Bike M6L getestet und dieses genauer unter die Lupe genommen. Seine Einschätzung über das Rad und sein Fazit haben wir hier für euch.

Als überzeugter Brompton Fahrer hatte ich 14 Tage lang die Chance ein E-Brompton zu fahren und zu testen. Ich war sehr gespannt bezüglich der Unterschiede zu meinem „normalen“ Brompton.

Optik

Optisch unterscheidet sich das Brompton Electric kaum vom klassischen unmotorisierten Modell. Nur wer genau hinschaut, der sieht, dass in der Vorderradnabe ein Motor integriert ist. Der Akku befindet sich in einer Fronttasche, welche mit nur einem Handgriff in die Halterung eingeklickt wird. Praktisch.

Faltmechanismus und Technisches

Dem Faltmechanismus muss ich eine gewisse Genialität attestieren – das können die Engländer einfach perfekt! Der Clou verbirgt sich beim Hinterrad. Mit einem Griff klappt es um 180 Grad von unten an die Rahmenstange heran und rastet dort mit dem Herunterschieben der Sattelstange fest ein. Nun noch den Rahmen falten und das Vorderrad einrasten, die Lenkstange umlegen und ein Pedal anlegen – fertig. Mit etwas Übung geht das in deutlich unter 30 Sekunden von der Hand. Entfernt man zunächst den Akku, verringern sich die Maße des Reds so von einer Länge von 143 Zentimeter auf 58(l) × 62(h) × 33(b) Zentimeter.

Auf dem Akku Pack sind zwei Taster für das Licht, die Wahl der Unterstützungsstufe und das Ein- beziehungsweise Ausschalten des Motors. Außerdem zeigen fünf LEDs den Ladestand an.

Das ist alles nicht gerade schick, aber super praktisch. Das sollte man auch regelmäßig nutzen, wenn man das Brompton Electric ansperrt, denn abschließen kann man die Tasche mit dem Akku nicht. In der Tasche selbst ist zusätzlich ein kleines Fach, in das etwa das Netzteil passt. Wem die Tasche zu klein ist, findet optional eine mit einem Fassungsvermögen von 15 Liter.

Der Akku bietet eine Kapazität von 300 Wattstunden, das 2-Ampere-Netzteil benötigt etwa 3,5 Stunden für eine volle Ladung. Mit dem optional erhältlichen 4-Ampere-Netzteil soll sich diese Zeit auf zwei bis drei Stunden reduzieren. Am Akku sitzt ein USB-A-Anschluss, um etwa sein Smartphone zu laden.

Seit einiger Zeit gibt es nun auch eine Brompton App. Herunterladen und Bedienung ist kein Problem. Auf dem Display des Smartphone kann man alle für das Fahren relevanten Informationen wie Geschwindigkeit, Akkuladezustand und Unterstützungsstufe perfekt ablesen.

Das Fahren

Das Fahrgefühl ist trotz der 5 kg Mehrgewicht (12,3 kg zu 18,3kg) leichtgängig und agil. Natürlich war für mich das Mehrgewicht beim Tragen wiederum deutlich spürbar. Der Lenker fühlt sich fest an. Ein wackeln oder irgendeine Unruhe gibt es beim E-Brompton nicht.  Auch ohne Motor fährt es sich ohne großen Widerstand. Dies nutzte ich vor allem bergab und in der Ebene. Am Hinterrad sorgt wie gewohnt ein kleiner Gummipuffer für eine minimale Federung. Den Rest fangen die 16-Zoll-Räder ab.

Die Tretunterstützung funktioniert dank eines Drehmoment- und Trittfrequenzsensors im Tretlager prima.

Der Motor am Vorderrad ist gewöhnungsbedürftig. Der 250-Watt-Motor schiebt im Vorderrad bis 25 Kilometer pro Stunde ordentlich an. Das benötigt etwas Eingewöhnung – funktioniert aber in der Praxis sehr gut.

Reichweite

Bei meinen Testfahrten kam ich auf abwechselnden Strecken – flache Strecken, Warten an Ampeln und das Befahren von Steigungen, voller Unterstützungsstufe und einem Fahrergewicht von etwa 70 Kilogramm – auf knapp 40 Kilometer. Das ist nicht unbedingt viel. Diese Zahl kann aber natürlich je nach Fahrer und Umgebungsgegebenheiten stark variieren. Brompton selbst schreibt von ca. 30 bis 70 Kilometern.

Brompton E-Bike M6L  – Das Fazit

Das Brompton Electric ist nicht ganz frei von Kritik. Da ist zum einen der Preis von über 3300 Euro, zum anderen war der Motor zumindest bei meinem Testexemplar mit einer gewissen Lautstärke wahrnehmbar. Fahrer mit empfindlichen Ohren aufgepasst. Daran, dass es kein Display gibt, gewöhnt man sich dagegen schnell.

Brompton genießt unter den Anhängern von Falträdern – dazu zählt der Tester selbst – Kultstatus. Nicht zu Unrecht. Gerade der Faltmechanismus ist einfach genial. Es klappt zweimal und erreicht so eine Faltmasse, von denen die Konkurrenz nur träumt. Auch beim Rest merkt man dem E-Faltrad die lange Erfahrung von Brompton an, jedes Detail wirkt durchdacht und an die Bedürfnisse der Fahrer angepasst.

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Miri

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