Kategorie: Fitness & Yoga

Powerhoop: Der etwas andere Hula-Hoop Reifen

Britta Heimsath ist bei engelhorn sports als Abteilungsleiterin im Bereich Jahressport und Fitness tätig. In ihrer Freizeit entspannt sie gerne bei Yoga und probiert jegliche Geräteneuheit aus, die sie in den eigenen vier Wänden sportlich werden lässt.
 
Powerhoop? Was ist das denn? dachte ich, als ich davon zum ersten Mal gehört habe.
Sein Vorfahre, der gute alte Hula-Hoop-Reifen, war mir natürlich noch aus der Kindheit geläufig, aber sein futuristischer Nachfolger wollte dringend von mir erprobt werden.
 
Das Produkt
Der Powerhoop ist eine neue Form des Gymnastikreifens/ Hula-Hoop-Reifens, den man in zwei Gewichtsklassen bekommen kann: 1,5kg und 1,7kg (erhältlich ab 59,95€). Der fröhlich bunte Reifen ist gepolstert und mit seiner gewellten Innenseite erzielt man laut Hersteller bei regelmäßiger Anwendung tolle Ergebnisse. Durch diese einzigartige Konstruktion revolutioniert der Powerhoop das klassische Hula-Hoop-Hüftkreisen und wartet mit wirklich verlockenden Versprechungen auf: Stärkung der Rückenmuskulatur, schlankere Taille und Hüfte, Gewichtsverlust und Kalorienverbrennung, kräftigere Innenmuskulatur und verbesserte Koordination.
 
Meine Erfahrung
Nachdem ich das alles gehört hatte, war für mich klar: das musst du unbedingt ausprobieren. Allerdings muss ich zugeben, dass ich ziemlich skeptisch an die Sache herantrat, da ich zu den Personen gehöre, die zuhause zig Fitnessgeräte in der Ecke verstauben lassen, weil diese nicht das gehalten haben, was versprochen wurde. Egal, ich wollte es wissen! Also Powerhoop gekauft und ab nach Hause mit dem Wundergerät.
 
Was mir bereits beim Kauf des Powerhoops positiv auffiel, war, dass dieser praktischerweise in acht Einzelteile verpackt ist und erst nach dem Auspacken zusammengesteckt wird. Wer also auch im Urlaub nicht auf den Powerhoop verzichten möchte, muss sich beim Kofferpacken keine großen Gedanken machen.
 
Am ersten Tag habe ich morgens und abends zunächst ganz locker, dann schon ein klein wenig angestrengt, fünf Minuten die Hüften geschwungen. Hat viel Spaß gemacht und bei mir auch gleich gut funktioniert. Natürlich muss man etwas üben, da sicher die meisten seit Jahren keinen Hula-Hoop-Reifen mehr benutzt haben, allerdings erleichtert die gewellte Innenseite das Obenhalten des Reifens erheblich. Nicht unterschätzen darf man auch, dass man für die Ausübung ein wenig Platz braucht, schließlich hat der Powerhoop einen Durchmesser von circa einem Meter und macht sich dementsprechend breit.
 
Am nächsten Tag wollte ich gleich ganz ambitioniert weiter machen, was aber leider nicht ging, da ich das Gefühl hatte, am Tag davor mindestens tausend Sit-Ups gemacht zu haben. Der Powerhoop tat also tatsächlich seine Wirkung. Also habe ich einen Tag pausiert. Diesen Rhythmus habe ich eine Woche eingehalten und mittlerweile hat sich mein Körper daran gewöhnt. Zweimal täglich kreisen der Powerhoop und ich nun gemeinsam. Ohne zu pausieren, wohlgemerkt. Das Beste ist, es funktioniert richtig gut! Mein Rücken fühlt sich gestärkt an, die Taille ist fest und die Hüfte schmilzt. Fazit: Mein Powerhoop wird definitiv nicht in der Ecke verstauben, die Investition hat sich gelohnt!

Powerhoop: Der etwas andere Hula-Hoop Reifen

Trend-(sport?) Planking – Volle Spannung

Trend-(sport?) Planking – Volle Spannung

Es geht fast überall: Am Arbeitsplatz, vor berühmten Sehenswürdigkeiten, auf einem Haltestellen-Schild oder einfach auf dem Boden – die Rede ist von Planking, auf Deutsch Beplankung. Man legt sich plankenähnlich völlig steif und kerzengerade an die verrücktesten Plätze und nennt es Trendsport. Nur was steckt eigentlich dahinter? Ich habe mich einmal auf den Weg gemacht und einen Selbsttest durchgeführt.

Das Prinzip von Planking ist zunächst einmal sehr simpel: Man legt sich mit dem Gesicht nach unten und seitlich angelegten Armen, meist an öffentlichen Plätzen, steif hin und lässt sich fotografieren. Manche nennen es Sport, andere ein Internet-Phänomen, wiederum andere völligen Schwachsinn.

In jedem Fall ist Planking ein Phänomen der Neuzeit, das derzeit deshalb so beliebt und populär ist, weil die Menschen im Web 2.0. ihre verrückten Fotos teilen können. Wie sportlich Planking letztendlich ausfällt, ist jedem selbst überlassen. Ein gewisses Maß an Körperspannung ist allerdings in jedem Fall nötig, um ein halbwegs passables Bild in den Kasten zu bekommen.

Ob man sich jetzt durch das Klettern auf Häuser oder Geländer Gefahren aussetzt oder sich einfach nur flach und steif auf den Boden legt, entscheidet man selbst. Ich jedenfalls habe mich in meiner Heimatstadt Köln auf die Suche nach einem schönen Ort zum Planken begeben und fand mich natürlich an Kölns Wahrzeichen Nummer 1 wieder – dem Kölner Dom. Nachdem ich erste Fotos auf einer Anhöhe mit dem Dom im Hintergrund gemacht hatte, wollte ich mehr Action, also habe ich mir zwei auseinanderliegende Stangen gesucht und mich einfach mal dazwischen geplankt. Das war eindeutig anstrengender als ich erwartet hätte, da ich meinen Körper permanent angespannt halten musste, ohne mich wirklich festhalten zu können. Was blieb, waren schöne Erinnerungsfotos von mir und dem Dom sowie eine neue Erfahrung.

Alleine bin ich als Planker ganz sicher nicht mehr. Ob Nachrichtensprecher oder Basketball-Stars – sie alle sind bereits auf den Trend aus Australien aufgesprungen. Die Facebook-Gruppe Planking Deutschland hat über 1.200 Mitglieder, in Australien gefällt 175.000 Menschen Planking und sogar ein Planking-Verbotsschild gibt es schon.
Phänomen Planking – auch für Sportler interessant?

Slacklinen schult Gleichgewicht und Körpergefühl

Slacklinen schult Gleichgewicht und Körpergefühl

Es sieht auf den ersten Blick schon ein wenig komisch aus und eine gewisse Ähnlichkeit zum Seiltanzen ist nicht abzustreiten. Beim Slacklinen, auch Sacklinen oder einfach Slacken genannt, wird ein Gurtband zwischen zwei Befestigungspunkte, in der Regel Bäume, gespannt. Auf diesem Gurt kann anschließend balanciert oder gesprungen werden – je nach Anforderung und Schwierigkeitsstufe. Das Band dehnt sich unter der Last der Person, die darauf balanciert. Die Dynamik verlangt ein ständiges Ausgleichen der eigenen Bewegung. Dadurch wird der Gleichgewichtssinn geschult und das Körpergefühl verbessert. Eine perfekte Ergänzung zu anderen Sportarten wie Klettern, Skifahren oder Snowboarden.
Wie bei so vielen neuen Sportarten lohnt sich auch hier einfach das Ausprobieren. Das Slacken sieht zwar schwierig und speziell aus, ist aber grundsätzlich für Jedermann geeignet. Und auch wenn am Anfang noch nicht alles klappt, solltet ihr nicht sofort aufgeben. Bei meiner ersten Slacklining-Erfahrung in diesem Sommer konnte ich mich auch nicht lange auf dem gespannten Gurtband halten. Da ich ansonsten hauptsächlich Ausdauer- und Mannschaftssport betreibe, waren die Bewegungsabläufe für mich völlig fremd. Ein Zusammenspiel zwischen Balance, Konzentration und Koordination war gefragt. Um wirklich gut zu sein, sollte man regelmäßig auf der Slackline tänzeln. Allerdings habe ich gemerkt, dass sich auch nach kurzer Übungsphase schnell Erfolge einstellen, sodass es nicht verwundert, dass an warmen Sommertagen kaum ein Park ohne Slackliner aufwartet. Denn die junge Sportart zählt definitiv zu den neuen Trends, ist faszinierend und abwechslungsreich.

Auf geht’s: Slacklinen macht Spaß und bringt Abwechslung. Bei euren ersten Balancier-Versuchen solltet ihr aber am besten jemanden an eurer Seite haben, der schon vertraut mit dem Slacken ist. Tipps und Hilfestellungen von Profis sind nie verkehrt. Wer erfahren ist, kann sich auch an einfallsreicheren Orten versuchen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

picture by © Albrecht E. Arnold / PIXELIO / www.pixelio.de

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