Fjällräven Polar Schlittenhunde

Mein Weg zum Fjällräven Polar

In nur etwas über drei Wochen geht es für mich in die Arktis! Dort werde ich mich auf einen 300 km langen Trek durch Schnee und Eis begeben. Tagsüber werde ich mit dem Hundeschlitten durch die endlosen weißen Weiten fahren und nachts bei Temperaturen von bis zu -25°C im eisigkalten Zelt schlafen. Wie ich mich auf das große Abenteuer Fjällräven Polar vorbereite, darüber möchte ich hier gerne berichten.

Was mich beim Fjällräven Polar erwartet

Ende letzten Jahres habe ich mich erfolgreich bei der Ausschreibung des Fjällräven Polar beworben. Darüber habe ich sogar genau hier auch geschrieben. Also schnell nachlesen bevor es hier weitergeht 😉 

Der renomierte Outdoor Hersteller Fjällräven lädt jedes Jahr 24 Menschen aus aller Welt ein, sich auf diese einmalige Reise zu begeben. Und dieses Jahr ich bin eine der glücklichen Gewinnerinnen! Ich freue mich sehr über den Platz im Expeditionsteam und die Chance, etwas so Einzigartiges erleben zu dürfen. Mir ist allerdings auch bewusst, dass das Ganze alles andere als ein Zuckerschlecken wird.

Fjällräven Polar ist definitiv eine Herausforderung, welche die Teilnehmer physisch und mental an ihre Grenzen bringen wird.  Vor allem die körperliche Anstrengung wird gerne unterschätzt! Der Irrglaube, dass man doch nur von den Schlittenhunden gezogen wird, ist groß. Denn oftmals benötigen die Hunde Unterstützung und man muss mitrennen und anschieben!

Doch da ist nicht alles, abends wollen dann, nach einem ganzen Tag auf dem Schlitten, die Hunde gefüttert, das Zelt aufgebaut und Essen auf dem Campingkocher zubereitet werden.  Wer schon einmal ein Zelt im Winter aufgebaut hat, der weiß, dass dies auf Schnee und Eis um einiges schwieriger und zeitaufwändiger ist, als der Aufbau auf dem gepflegten Rasen eines Campingplatzes. Auch die Essenszubereitung wird beschwerlicher sein, als man es vom Sommer Camping gewöhnt ist – mit dicken Handschuhen und in Abwesenheit von Wasser im flüssigen Aggregatzustand. Die Kälte schwächt – und sonst einfache Tätigkeiten werden zur Herausforderung werden.

Lene beim Laufen für den Fjällräven Polar

Vorbereitung: Körperliche Fitness 

Fjällräven schreibt auf der Website vom Polar das Event sei aufgrund der besonderen Bedingungen sehr anspruchsvoll. Man solle also ein angemessenes Fitnessniveau haben. Besondere Fähigkeiten oder Erfahrungen braucht man über die körperliche Fitness hinaus nicht. Wie man auf dem Hundeschlitten fährt, wie man mit der Kälte umgeht und alles weitere bekommen die Teilnehmer vor Ort erklärt und gezeigt.

Obwohl ich sowieso 5 bis 6-mal die Woche Sport mache, habe ich mich entschieden, für Fjällräven Polar besonders intensiv an meiner körperlichen Fitness zu arbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass ich die Reise mehr genießen kann, umso fitter ich bin.

Laufen für die Ausdauer

Während früher das Klettern und Bouldern meinen Trainingsplan dominierte, hat sich dieser Schwerpunkt nun auf das Ausdauertraining in Form von Joggen verlagert. Bis vor ein paar Monaten war ich nicht häufig joggen und wenn doch, dann eher kurze Strecken. In der Vorbereitung auf Fjällräven Polar laufe ich nun längere Strecken, auch wenn das bedeutet, dass ich dann etwas langsamer bin. Jede Woche versuche ich, ein bisschen weiter zu laufen als in der Woche zuvor. Ich jogge viel in den Pfälzer Weinbergen, die zu dieser Jahreszeit leider nicht so schön strahlend bunt sind wie im Herbst. Am Wochenende trainiere ich auch im Pfälzer Wald, wo ich mehr Steigungen habe und eine andere Belastung. Dort dann aber mit meinen Trailrunning Schuhen.

Yoga kann auch helfen

Außerdem mache ich regelmäßig Yoga, was sich neben dem Beitrag zu meiner körperlichen Fitness auch gut als Vorbereitung für die mentalen Herausforderungen eignet, die mich erwarten. Yoga hilft mir, im stressigen Arbeitsalltag runterzukommen und mich auf Wesentliches zu konzentrieren. Ich lerne dadurch, ruhiger und fokussierter zu sein, was mir dort oben sicher von Nutzen sein wird. In der Arktis erwarten mich lange, anstrengende Tage, Kälte, Frustration und Hunger und das alles bei kurzem und unruhigem Schlaf. Denn die Hunde sind laut, auch nachts. Da wird es sicher von Vorteil sein, wenn ich in kleinen Krisen durchatmen und einen kühlen Kopf bewahren kann um dann fokussiert die anfallenden Aufgaben zu erledigen.

Packliste

Da Fjällräven die nötige Kleidung und größere Ausrüstungsgegenstände für den Fjällräven Polar stellen wird, muss ich kaum etwas selbst mitnehmen. Dennoch werde ich für die Reise einige persönliche Gegenstände einpacken. Ich versuche dabei darauf zu achten, dass die Dinge auf meiner Packliste leicht sind, bei bis zu -25°C nicht gefrieren und im Idealfall mehrfachen Nutzen haben. Zudem sollten sie auf dem Schlitten nicht zu viel Platz mitnehmen, da dieser mit der notwendigen Ausrüstung wie Zelt, Schlafsack, Essen für mehrere Tage und Hundefutter schon gut bepackt sein wird.

Manche Dinge stehen schon fest auf meiner Packliste: Zahnbürste, Sonnencreme, Medikamente, Unterwäsche, Desinfektionsmittel, Klopapier. Es gibt allerdings auch noch einige Fragezeichen, die es im Rahmen meiner Vorbereitung zu klären gilt. Etwa welche Kamera ich mitnehmen möchte und wie ich deren Akkus am besten vor der Kälte und ihrem frühzeitigen Versagen schütze. Oder welche Snacks möglichst viel Energie liefern und bei extremen Temperaturen noch gut essbar sind.

Die Kälte

Aufgrund der derzeit relativ milden Temperaturen, kann ich mich leider nicht wirklich auf die Kälte vorbereiten. In den vergangenen Jahren habe ich allerdings schon Temperaturen um die -25°C erlebt, und weiß daher, was mich erwartet. Allerdings war ich noch nie so lange am Stück in solch extremer Kälte unterwegs. Und das ohne die Möglichkeit, mich vorm Schlafen gehen mit einer warmen Dusche aufzuwärmen. Doch ich setze großes Vertrauen in die Kleidung von Fjällräven, denn diese hat mich schon beim Trekking noch nie im Stich gelassen.

Außerdem gibt es noch einige Tricks, wie man sich unter solchen Bedingungen warmhalten kann. Abends nehme ich beispielsweise gerne eine Flasche mit heißem Wasser mit in den Schlafsack, damit ich es nachts wohlig warm habe. Tagsüber hilft oft schon ein zuckerhaltiger Snack oder ein paarmal auf und abspringen.

 

Weitere Tipps und Tricks im Umgang mit der Kälte habe ich auf Fällrävens blog ‘Foxtrail‘ und auf der Polar Website gefunden. Jegliche Texte und Bücher zum Thema Kälte und Arktis verschlinge ich zurzeit. Zum einen aus dem Wunsch heraus, mich optimal vorzubereiten, zum anderen, um die Wochen bis zu meinem großen Abenteuer zu überbrücken. Und obwohl die Zeit für mich gerade viel zu langsam vergeht, weiß ich, dass der Tag, an dem ich in den Norden reise, bald kommen wird.

Und dann werde ich mich voller Nervosität fragen, ob ich mich gut genug vorbereitet habe.

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