Rocker- vs. Carving-Ski: Revolution oder Evolution?

Als Anfang der 90er der Carving-Ski auf den Markt kam, da staunte die Welt nicht schlecht: eine Revolution im Ski-Sport! Fast 20 Jahre später bahnt sich eine ähnliche Revolution an, in dem der neu entwickelte Rocker Ski immer mehr auf den Markt drängt. Doch was bringt der Rocker Ski für Vorteile, was kann er, was der Carving-Ski nicht kann? Hier gibt’s die Antworten:
RockerSki

Rocker- vs. Carving-Ski: Revolution oder Evolution?

Auffallend ist vor allen Dingen die äußere Form: Eine zur Mitte hin versetzte Auflage, die in extremen Fällen sogar an die Form einer Banane erinnert, was neben dem breiteren Erscheinungsbild das oberste Markenzeichen eines Rockers ist (Rictor von K2). Durch diese völlig andere Bauart ergibt sich natürlich auch eine andere Fahrweise: Durch die negative Vorspannung werden die Berührungspunkte weiter in die Mitte verlagert. Das erhöht die Kontrolle über den Ski, insbesondere auf unpräparierten Powder-Pisten und im Tiefschnee. Wie ein Surfboard gleitet der Ski im Pulverschnee.
+ Einfache, schnelle Schwungleitung, erleichterte Steuerung, kraftsparend, verringertes Verkanten, Perfekt für Freeride-Fahrten
– Unruhiges, schnelles Flattern bei hohen Geschwindigkeiten und auf harten Pisten
Carving Ski

Rocker- vs. Carving-Ski: Revolution oder Evolution?

Die Eigenschaft, die den Carving-Ski schon immer ausgemacht hat, übertrumpft auch den Rocker-Ski noch immer: Das Kurvenfahren auf den Stahlkanten der Ski. Der Carving ist ein Kurven-Ski, der allerdings anders als der Rocker-Ski durch dieses Kante-Fahren in den Kurven nicht an Geschwindigkeit verliert. Es gibt keine Bremswirkung. Die gibt es beim Rocker-Ski sehr wohl, da der Skifahrer beim Kurven driftet. Gerade Race Carver wie der World Cup von Fischer oder der Supershape von Head haben hier enorme Geschwindigkeitsvorteile.
+ Sicher bei hohen Geschwindigkeiten, kein Geschwindigkeitsverlust durch Driften, bessere Kurven-Kontrolle
– Höherer Kraftaufwand, weniger Kontrolle im Tief- und Pulverschnee
Fazit:

Rocker- vs. Carving-Ski: Revolution oder Evolution?

Wer den Berg schnell hinunterkommen will und vornehmlich auf präparierten Pisten fährt, der sollte beim Carving-Ski bleiben. Der Rocker-Ski eignet sich vor allen Dingen für ausgedehnte Freeride-Touren und nicht präparierte Pisten.
Mittlerweile passen sich beide Skier allerdings auch näher aneinander an, womit wahrliche Alleskönner wie beispielsweise der All-Mountain-Ski BBR von Salomon, der eigentlich ein Carving-Ski ist, entstehen. Der Rocker ist also weniger eine Revolution, als eine Entwicklung und eine sinnvolle Alternative.
 
 
 

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